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Unser Konzept

  1. Kurzdarstellung der Non-Profit-Initiative „Die Ankleide” der Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut.

    Die Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut initiiert bundesweit gemeinnützige Einrichtungen unter dem Namen Die Ankleide.

    Die Ankleide dient der ergänzenden materiellen Versorgung mit Bekleidungsartikeln für Menschen mit nachweislich geringem Einkommen, z.B. EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Grundsicherungen.

    Die Ankleide arbeitet auf der Grundlage, dass Unternehmen Neuware spenden, die für einen symbolischen Preis verkauft wird. Die zweckgebundene Verwendung der gespendeten Bekleidungsartikel wird durch die bundesweit tätige Stiftung Solidarität bei Arbeitslosigkeit und Armut kontrolliert.

    Die Stiftung kooperiert mit örtlichen Wohlfahrtseinrichtungen und Beschäftigungsinitiativen als Träger, denen sie die gespendete Ware zur Weitergabe an den o.g. Personenkreis zur Verfügung stellt.

  2. Zum Bedarf der Einrichtung „Die Ankleide”

    Immer mehr Menschen in Deutschland verarmen (vgl. Armutsbericht 2004 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit „Lebenslagen in Deutschland”).

    Allein 2005 wird das Einkommen von 1,7 Millionen Menschen durch die Einführung von Hartz IV auf Sozialhilfeniveau gesenkt. Damit wächst jedes fünfte Kind und jeder fünfte Jugendliche im Alter bis zu 15 Jahren in relativer Armut auf.

    Neuwertige Kleidung wird für viele Menschen nicht mehr bezahlbar sein. Diese Situation ist für Jugendliche besonders belastend, da sie sich mit Standards höherer Schichten vergleichen und empfinden, dass sie nicht dazu gehören. Scham- und Minderwertigkeitsgefühle, der Verlust eines gesunden Selbstwertgefühls, sozialer und psychischer Rückzug sind mögliche psychosoziale Folgen.

    Aufwachsen in Armut kann zu einer psychosozialen Belastung fortschreiten, die einen Ausschluss aus vielen sozialen und kulturellen Lebensbereichen nach sich zieht und Start- und Teilhabechancen nachhaltig beeinträchtigt. Die Ankleide will zunehmender gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung entgegen wirken.

  3. Zielgruppe

    Das Angebot der Ankleide richtet sich an bedürftige Menschen mit geringem Einkommen.

    Unter „geringem Einkommen” wird eine Bedürftigkeit verstanden, bei der die Menschen auf Hilfe zum Lebensunterhalt ( SGB XII ) angewiesen sind und somit das Einkommen Sozialhilfeniveau entspricht

    Das Angebot der Ankleide richtet sich an folgende Personengruppen:

    • Arbeitslosengeld II - Empfänger
    • Empfänger von Sozialgeld
    • Empfänger von Grundsicherung
    • Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

    Ein schriftlicher Nachweis über geringfügiges Einkommen muss für den Erhalt der Bekleidungsartikel vorgelegt werden, damit gewährleistet ist, dass nur Personen, denen auch mildtätige Hilfe im Sinne der Abgabenordnung §53 gewährt wird, die Ankleide nutzen.

  4. Ziele

    Die Ankleide verfolgt ausschließlich das soziale Ziel einer Verbesserung der materiellen Versorgung von Menschen mit geringem Einkommen. Darüber hinaus soll psychosozialen Folgen von Armut wie Stigmatisierung, Ausgrenzung und Isolation präventiv entgegen gewirkt werden.

    Eine flächendeckende, bundesweite Versorgungsmöglichkeit für bedürftige Menschen mit neuwertigen Textilien wird angestrebt.

  5. Rahmenbedingungen

    Die „Verkaufsräume” der Ankleide sollen deutlich von anderen Verkaufsstellen getrennt sein. Um Diskriminierungstendenzen vorzubeugen, soll die Ausstattung der Räume geschmackvoll und gepflegt sein, so dass eine einladende und wertschätzende Atmosphäre entsteht.

    Es muss genügend Platz zur Sammlung der gespendeten Ware zur Verfügung stehen.

    Die Ankleide soll zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sein.

  6. Personelle Ausstattung

    Die MitarbeiterInnen der Ankleide arbeiten entweder ehrenamtlich oder im Rahmen von geförderten Beschäftigungsverhältnissen der Arbeitsverwaltung auf der Basis des Freiwilligkeitsprinzips. Die MitarbeiterInnen verpflichten sich die Grundsätze der Ankleide einzuhalten.

  7. Kooperation

    Die Stiftung kooperiert mit örtlichen Wohlfahrtseinrichtungen und Beschäftigungsinitiativen, denen sie die Ware zur Weitergabe in der Ankleide an den Personenkreis zu Verfügung stellt.

    Die Kooperationspartner/ Träger holen die Neuware ab und geben sie unter Einhaltung der Grundsätze weiter.
    Zwischen der Stiftung und den Kooperationspartnern wird schriftlich eine Kooperationsvereinbarung getroffen.

    Die Stiftung gewährt Mitgliedern der Ankleiden einen „Gebietsschutz”, um eine flächendeckende, gleichmäßige Verteilung von Ankleiden im Bundesgebiet zu garantieren.

  8. Verwendung der Einnahmen

    Sollten bei dieser gemeinnützigen Arbeit Überschüsse entstehen, sind diese in Abstimmung mit der Stiftung ausschließlich für örtliche Beratungsprojekte zugunsten von Personen mit geringem Einkommen zu verwenden (z.B. Schuldnerberatung, Beratung für Arbeitslose ).

    Für die Mitgliedschaft im Netzwerk der Ankleiden erhält die Stiftung eine Jahresgebühr von 100 €, die für die überregionale Akquisitionsarbeit zu Beschaffung von Sachspenden eingesetzt wird.

© 2004 Eine Non-Profit-Initiative der »Stiftung Solidarität«